Liste der neuen Funktionalitäten

 


Version 4.0

  • Ankopplung an weitere CAM-Systeme

Neben der direkten Integration in WorkNC bietet NCspeed nun auch Mechanismen zur Ankopplung an weitere CAM-Systeme. Hiermit wird das Zusammenspiel zwischen CAM-System zur Erzeugung von Fräsbahnen und Vorschuboptimierung deutlich verbessert. Bei entsprechender Konfiguration wird die Optimierung mit NCspeed praktisch zum Selbstläufer.

Die Ankopplung an die verschiedenen CAM-Systeme ist über eine erweiterte Parameterübernahme realisiert worden. Diese ist frei konfigurierbar. Der Anwender hat also die Möglichkeit, NCspeed an die verschiedensten CAM-Systeme selbst zu adaptieren. Auch eine Ankopplung an DNC-Systeme oder Werkzeugverwaltungssysteme kann hiermit realisiert werden.

  • Look Ahead

An Maschinen mit älteren Steuerungen kann die Erhöhung des Vorschubes dazu führen, dass die Konturtreue unter Umständen nicht mehr gegeben ist. Insbesondere in Ecken ist zu beobachten, dass Abweichungen zwischen der exakten Fräsbahn und der tatsächlichen Fräserbewegung auftreten. In modernen Steuerungen ist hierfür eine Look-Ahead-Funktion realisiert, die in den kritischen Bereichen den Vorschub verringert, um eine Konturtreue zu gewährleisten. Falls Sie über eine ältere Steuerung verfügen, können Sie das Look-Ahead-Verhalten mit NCspeed realisieren.

  • Verbesserte Optimierung der Schruppbearbeitung, Vermeidung von Vibrationen

Bei der Vorschuboptimierung der Schruppbearbeitung war teilweise ein höherer Verschleiß der Wendeschneidplatten zu beobachten. Diese Verschleißerhöhung ist auf dynamische Effekte (Vibrationen) zurückzuführen, die in ungünstigen Eingriffsituationen auftreten (schmale Stege in der Mitte des Fräsers, d.h. es ist nur ein Zahn im Eingriff). Diese Eingriffsituationen werden von NCspeed erkannt und der Vorschub wird entsprechend angepasst. Hierdurch ergibt sich eine deutlich verbesserte Optimierung der Schruppbearbeitung mit Wendeschneidplattenfräsern.

  • Leerwegeliminierung

Die bisherigen Version von NCspeed war es möglich Leerwege mit einem besonders hohen Vorschub zu verfahren. Die neue Version bietet darüber hinaus (optional) die Möglichkeit, ganze Teilbereiche aus dem NC-Programm herausgeschnitten werden, falls per Abtragsimulation festgestellt wird, dass auf diesen Teilbereichen kein Material entfernt wird. Anstelle des entfernten Fräsbahnsegmentes wird eine Zustellbewegung eingeführt. Dies kann die Fräszeiten sowohl auf schnellen als auch auf älteren, langsameren Maschinen deutlich verkürzen.

  • Abstand für Leerwegoptimierung

Bei der Leerwegeliminierung kann nun ein Mindestabstand zwischen Werkzeug und Werkstück angegeben werden. Erst wenn der Abstand zwischen Werkzeug und aktueller Werkstückgeometrie größer als ein vorgegebener Wert ist, wird ein Leerweg erkannt und entsprechend optimiert.

  • Glatter Werkzeugwechsel

Dieser Befehl ermöglicht das komfortable Einfügen von Werkzeugwechselkommandos in NC-Programme. Die Werkzeugwechselbefehle können in Abhängigkeit von Standzeit oder Werkzeugweg eingefügt werden.

Als besondere Funktion steht die Möglichkeit eines "glatten" Werkzeugwechsels zur Verfügung. Diese Funktion sollten Sie verwenden, wenn das Werkzeug während der Schlichtbearbeitung gewechselt werden muss und das (arbeitsscharfe) Schwesterwerkzeug leicht variierende Abmaße aufweist.

  • Dokumentation der WorkNC Kopplung

Der Abschnitt Die Verwendung von NCspeed mit WorkNC im Handbuch beschreibt die Benutzung von NCspeed in Zusammenarbeit mit WorkNC. Diese ist nun auch als Online-Hilfe verfügbar und kann in den entsprechenden Dialogen per F1 aufgerufen werden.

  • Rohteilübernahme aus WorkNC

Die Integration von NCspeed in WorkNC ist noch einmal verbessert worden. So kann NCspeed nun auch die von WorkNC verwendeten Rohteilgeometrien verarbeiten. Dies empfiehlt sich insbesondere, wenn mit einer komplexen Rohteilgeometrie (Gussaufmass oder spezielle Geometrie des Rohteils) gearbeitet wird.

  • Zeitliche Trennung der Berechnungen von WorkNC und NCspeed

Bei der Optimierung der NC-Programme in Zusammenarbeit mit WorkNC wird von WorkNC die Optimierung der NC-Programme automatisch angestoßen. Sie können nun wahlweise die Optimierung mit NCspeed von der Berechnung in WorkNC trennen.

  • Verbesserung der Überwachung der maximalen Schnitttiefe

NCspeed bietet die Möglichkeit der Überwachung einer maximalen Schnitttiefe für ein Werkzeug. Wird diese überschritten, d.h. ist das Werkzeug zu tief im Material, dann wird eine entsprechende Fehlermeldung ausgegeben. In der bisherigen Version konnte es insbesondere an senkrechten Wänden vorkommen, dass eine Überschreitung der max. Schnitttiefe erkannt wurde, die aber tatsächlich nicht vorlag. In der aktuellen Version ist dies nun behoben.

  • Protokolldatei

Es wird eine Protokolldatei erzeugt, die Fehlermeldungen und Warnungen, bzw. einen Hinweis auf erfolgreiche Optimierung enthält.

  • Erweiterte und verbesserte Datenbank

Die Datenbank ist in der Bedienerführung überarbeitet worden. Die Einträge in den einzelnen Tabellen können nach den Spalten sortiert werden und ein bereits ausgewählter Eintrag bleibt beim erneuten Aufruf der Datenbank selektiert.

  • Verwendung von Parametern für Vorschübe auch im optimierten NC-Programm

In den bisherigen Versionen von NCspeed konnten Vorschübe über Parameterprogrammierung gelesen werden. Die aktuelle Version erlaubt nun auch das Schreiben von Vorschubparametern. Im Kopf befinden sich dann Parameter der Form:

Q1=1000
Q2=1100
Q3=1200
Q4=1300
Q5=1400
Q6=1500

Darüber hinaus können Parameter auch in Form von Formeln ausgegeben werden. Der Programmkopf enthält dann z.B.:

Q1=1000
Q6=1500
Q2=Q1+1*(Q6-Q1)/5
Q3=Q1+2*(Q6-Q1)/5  
Q4=Q1+3*(Q6-Q1)/5  
Q5=Q1+4*(Q6-Q1)/5

Sie brauchen dann nur noch zwei Werte im Kopf zu ändern, und sämtliche Vorschübe werden automatisch angepasst. Voraussetzung ist natürlich, dass die Steuerung in der Lage ist solche Formeln zu interpretieren.

  • Maximale Satznummer

Bei der Maschinenkonfiguration kann eine maximale Satznummer eingegeben. Die Satznummerierung beginnt dann wieder von vorne, sobald die maximale Satznummer erreicht oder überschritten wird.

  • Visualisierung der Werkstückgeometrie bei Verwendung von Zylinderfräsern

Bei Verwendung von zylindrischen Werkzeugen ist die Visualisierung der aktuellen Werkstückgeometrie deutlich verbessert worden. Dies betrifft sowohl die Online-Visualisierung als auch die nachträgliche Darstellung der Werkstückgeometrie.

  • Sprache für Menüs, Dialoge und Meldungen

Im Menü Aktionen/Sprache können Sie die zu verwendende Sprache für Menüs, Dialoge und Meldungen einstellen.

  • Export der Werkstückgeometrie

Mit Hilfe diese Befehls können Sie die durch die Simulation berechneten Werkstückoberflächendateien (*.sim) in verschiedene Formate konvertieren und so die Daten einer weiteren Bearbeitung zugänglich machen. So können Sie z.B. die Geometrie des Werkstücks nach dem Schruppen in das STL-Format konvertieren und diese Geometrie dann in das CAM-System einlesen. Somit können Sie ein Nachschruppen realisieren, welches die Fräsbahnen auf das tatsächlich vorhandene Material beschränkt und eine Menge Leerwege erspart.

  • Speichern des NCspeed Projektes im Format der Version  3

Diese Funktionalität dient zur Erleichterung des Wechsels auf die aktuelle Version. Falls Sie mir der neuen Version 4 arbeiten und diese nicht zufriedenstellend arbeiten sollte, können Sie jederzeit ohne Datenverlust auf die Version 3 wechseln.

  • CR-Kommando in Heidenhain Klartext

NCspeed unterstützt nun auch die Verarbeitung von Kreisbögen über CR, statt über C.